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Bei welchen Krankheiten kann medizinisches Cannabis angewendet werden?

Anders als Cannabidiol, besteht Cannabis hauptsächlich aus der Psychoaktiven Substanz der Hanfpflanze, THC. Die Droge Cannabis ist durch die hohe THC Konzentration in ganz Deutschland und ebenso auch in den meisten Länder der Welt noch illegal. Allerdings hat sich der Stigma gegen Cannabis in den letzten Jahrzehnten stark zurückgesetzt. Denn obwohl Cannabis mit Sucht und negativen Drogeneinfluss in Verbindung steht, hat sich Medizinisches Cannabis für viele Konditionen als Vorteilhaft erwiesen mit den vielen gesundheitsfördernden Eigenschaften der Hanfpflanze.

Historiker bezeugen ebenso, dass schon seit Tausenden von Jahren Cannabis für medizinische Zwecke geraucht wird. Zurzeit darf Medizinisches Cannabis aufgrund der neuesten Gesetzeslage nur von qualifizierten Ärzten verschrieben werden. Aber auch Ärzte können nur in besonderen Ausnahmen Medizinisches Cannabis verordnen. Zu diesen Ausnahmefällen gehören, wenn der Arzt keine anderen Behandlungen für den Patient als Sinnvoll sieht, und Cannabis mehr als  herkömmliche Arzneimittel erfüllen kann. In den Folgenden Punkten nennen wir verschiedene Krankheiten für die der Nutz von Medizinisches Cannabis geeignent wäre.

Posttraumatische Belastungsstörung

Posttraumatische Belastungsstörung (PTBS) ist eine psychiatrische Erkrankung die durch traumatischen Lebensereignisses verursacht wird. PTBS kann zu Halluzinationen, Konzentrations- und Gedächtnisstörungen, Schlaflosigkeit und Albträumen führen. Leider kommen viele Patienten mit den herkömmlichen Therapien gegen PTBS, wie Antidepressiva oder antipsychotischer Medikamente und psychologische Behandlungen nicht weiter. Genau deshalb sehen sich viele PTBS Kranke nach alternativen Methoden um deren Symptome zu lindern. Eine sehr beliebte Variante ist das Konsum von medizinischem Cannabis. Etliche Patienten Berichte beweisen den Erfolg von Medizinischem Cannabis als PTBS-Behandlung. Eine Studie berichtete zudem, dass Personen mit PTBS die kein Cannabis zu sich nehmen, ein Siebenfach erhöhtes Risiko an schwere Depressionen zu leiden haben im Vergleich zu PTBS Kranke die Cannabis konsumieren.

Epilepsie

Epilepsie ist eine chronisches Krampfleiden, von dem etwa 30 Millionen Menschen weltweit betroffen sind. Die Krankheit zeigt sich mit häufigen, plötzlichen Anfällen von Bewusstseinsveränderungen und Krämpfen. Ein epileptischer Anfall geschieht durch eine synchronisierte Erregung großer Gruppen von Nervenzellen. Obwohl es etablierte Behandlungsmethoden zur Reduzierung von Anfällen gibt, treten bei manchen Menschen schlimme und unerwünschte Nebenwirkungen auf. Medizinisches Cannabis hat gegen Epilepsie vielversprechendes therapeutisches Potential gezeigt. Viele Menschen, die an Epilepsie leiden, berichten, dass Medizinisches Cannabis die Frequenz der Anfälle reduziert oder sogar ganz stoppt, und dass ohne unangenehme Nebenwirkungen.

Fibromyalgie

Fibromyalgie ist eine der häufigsten chronischen Schmerzzustände der Welt. Obwohl die Krankheit nicht Lebensgefährlich ist, senkt die Lebensqualität der Erkrankten massiv durch die belastende Symptome. Weit verbreitete Schmerzen im Bewegungsapparat, extreme Müdigkeit, Probleme mit der Wahrnehmung und eine sehr schlechte Schlafqualität beschreiben das Leiden, dass leider keine Heilungsmöglichkeit besitzt.

Die medizinischen Behandlungsmöglichkeiten beschränken sich bei den meisten Patienten auf eine Kombination aus Schmerzmitteln, Muskelrelaxantien und Schlafmitteln. Dennoch wirken diese Therapien nicht bei jedem und oft bringen die verschriebenen Medikamente eine Reihe negative Nebenwirkungen mit sich. Viele Fibromyalgie-Patienten haben allerdings eine vielversprechende Methoden zur Behandlung ihrer Schmerzen gefunden, und zwar Medizinisches Cannabis. Eine Menge Berichte und Patienten Erfahrungen weisen klar und deutlich auf die besondere Heilungskraft von Cannabis gegen Fibromyalgie hin. Auch verschiedene Studien belegen eindeutig die Vorteilhaften Eigenschaften von Medizinischem Cannabis für die Behandlung der Fibromyalgie-Symptome. Insbesondere wurden signifikante Verbesserung der Schmerzen und Schlafstörungen demonstriert.

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen

Chronisch-entzündliche Darmerkrankungen ist ein Begriff, dass entzündliche Zustände beschreibt, die den Magen-Darm-Trakt betreffen, wie Morbus Crohn und Colitis ulcerosa.

Die chronische Entzündung des Darms führt zu häufigen Ausbrüche mit Symptomen wie Bauchschmerzen, Rektal Blutungen, Müdigkeit und Durchfall. Studien und Einzelberichte haben gezeigt, dass Menschen, die Cannabis konsumieren, eine bemerkenswerte Verbesserung und sogar Remission der Krankheit erreichten. Durch die starke Senkung an Entzündungen, sorgt das Konsum von Medizinischem Cannabis für eine enorme Symptombesserung der Erkrankten.

Krebs

Leider muss vorerst gesagt werden, dass Medizinisches Cannabis keinerlei Behandlung für Krebs ist. Krebs ist eine schreckliche Krankheit, und hat leider auch nur ein Haufen von Behandlungsmethoden die etwas nutzen. Medizinisches Cannabis und auch andere natürliche Produkte bringen nicht viel wenn man gegen einen aggressiven Tumor kämpft. Allerdings neigen sich trotzdem Tausende von Krebspatienten zu den Konsum von Cannabis. Oft machen die aggressiven Behandlungen gegen Krebs das Leben der Erkrankten zur Qual, und manchmal helfen auch jegliche Medikamente nicht die Nebenwirkungen zu mindern. Medizinisches Cannabis hat sich jedoch in den letzten Jahren als besonders vorteilhaft erwiesen gegen Schmerzen, Übelkeit und allgemeinem Unwohlsein an den Krebskranke jeden Tag leiden.

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Die hier dargestellten Inhalte dienen ausschließlich der neutralen Information und allgemeinen Weiterbildung. Sie stellen keine Empfehlung oder Bewerbung der beschriebenen oder erwähnten diagnostischen Methoden, Behandlungen oder Arzneimittel dar. Der Text erhebt weder einen Anspruch auf Vollständigkeit noch kann die Aktualität, Richtigkeit und Ausgewogenheit der dargebotenen Information garantiert werden. Der Text ersetzt keinesfalls die fachliche Beratung durch einen Arzt oder Apotheker und er darf nicht als Grundlage zur eigenständigen Diagnose und Beginn, Änderung oder Beendigung einer Behandlung von Krankheiten verwendet werden.

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